Das Gutleuthaus

Um 1600 gab es Herbergen für Pilgerfahrten, sogenannte Silcherhäuser. Ein solches bei Mußbach war das Gut1euthaus mit der Wirtin Barbara Engelhardt. Das Gutleuthaus war ca. 100 - 150 m nach der Bahnunterführung in Richtung Gimmeldingen/Königsbach, links am alten Längsweg. Barbara Engelhardt hatte einen großen erwachsenen Sohn. Mit Ihm überwältigte Sie Alleinreisende Gäste in Ihrer Herberge, mittels Falltür im Lokal, um sie umzubringen. Der Sohn hatte ein Verhältnis mit einer Dienstmagd vom Haardter-Schloß, die aus Bruchsal stammte. Nach Verabredungen trafen sich beide auf halbem Wege. Als eines Tages der Wirts-Sohn nicht erschien, lief seine Geliebte weiter bis zum Gutleuthaus. Die Haustür stand auf und niemand war zu sehen. Die junge Frau wollte ihren Freund überraschen und schlich sich in das Haus. Plötzlich vernahm Sie die Stimme des jungen Mannes‚ der seiner Mutter zurief: "so, der ist erledigt Gegenwehr hat er kaum geleistet". Schnell hatte die junge Frau begriffen, dass hier nicht alles mit rechten Dingen ablief. Sie schlich wieder aus dem Haus und lief so schnell sie konnte zum Haardter-Schloss zurück. Ihrem Hausherrn fiel auf, daß die junge Magd sehr verstört war und hinterfragte sie eindringlich. Die junge Frau erzählte weinend das Erlebnis, worauf der Schlossherr Anzeige erstatte. Bei Nachforschungen entdeckte die Polizei mehrere-Skelette. Somit war klar, weshalb in dieser Gegend des Öfteren Reisende spurlos verschwanden. Wirtin Engelhardt und Sohn wurden geraden Weges nach Neustadt gebracht, verurteilt und hingerichtet. Somit ist die Mußbacher Lindenstraße ( heute: Am. Hasenstein) im Volksmund noch heute die : die Mordgass"


Geschieben von Fritz Frey